< zurück zum
programm
15:00–16:30 Staatstheater Nürnberg/Probebühne 07
Autor*innengespräch

In ihren Stücken stellt Lisa Sommerfeldt die Frage, wie durch Erinnerung ein Bewusstsein für gegenwärtige Prozesse und Gefahren geweckt werden kann. Ein Tischgespräch von und mit Lisa Sommerfeldt und Friederike Emmerling (S. Fischer Verlag)

Die entfesselte Zeit

Wie lässt sich aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen? In ihren Stücken stellt Lisa Sommerfeldt die Frage, wie durch Erinnerung ein Bewusstsein für gegenwärtige Prozesse und Gefahren geweckt werden kann. „Mädchen mit Hutschachtel“ erzählt von einem Mädchen, das 1940 aus Bruchsal deportiert wurde. Die Autorin konnte die Überlebende, nunmehr über 90 Jahre alt, in den USA ausfindig machen und deren Geschichte in einem Theatertext erzählen. 2024 fand in Gütersloh die Uraufführung von „WEBEREI oder die Erfindung des Bademantels“ statt. Hierzu recherchierte Sommerfeldt Geschichte und Entwicklung der Gütersloher Textilherstellung, die sie anhand eines Generationendramas erzählt.

In Kooperation mit dem Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage.

© Janine Guldener

Lisa Sommerfeldt schreibt Stücke, die in enger Zusammenarbeit mit Dramaturgie und Regie entstehen, sowie Hörspiele. Zahlreiche Auftragswerke für Theater, u. a. für die Kulturstiftung von Landestheater Eisenach und Staatstheater Meiningen, Theater Ulm, Theater der Stadt Aalen, Theater Altenburg Gera und die Oper Bonn sind entstanden. Für ihre Werke wurde sie wiederholt mit Stipendien ausgezeichnet, darunter vom Land NRW und der Villa Decius in Krakau. 2022 wurde ihr Stück „Mädchen mit Hutschachtel“ an der Badischen Landesbühne uraufgeführt. In der WDR-Audiothek kann man ihre Hörspiele „wing.suit“, „Dorfdisco“ und „stadt.land.fluss oder die konstruktion der liebe“ abrufen. Ihre Hörspiele wurden von mehreren Sendern übernommen und die Stücke ins Polnische, Englische, Französische und Russische übersetzt.

privat

Friederike Emmerling, geboren 1974 in Ingelheim, arbeitet seit 2002 beim S. Fischer Theaterverlag. Ihr Schwerpunkt ist die zeitgenössische deutschsprachige Dramatik. Sie arbeitet u. a. mit Katja Brunner, Caren Jeß, Wolfram Lotz, Maria Milisavljević, Jakob Nolte, Ewald Palmetshofer, Kathrin Röggla und Ferdinand Schmalz. Seit 2018 leitet sie gemeinsam mit Bettina Walther den Theaterverlag.

< zurück
zum programm