Mitte der 1990er Jahre schickte der Großvater von Vanessa Amoah Opoku seinem Sohn eine Sprachnachricht auf einer Tonbandkassette. Er war sehr besorgt: Sein Sohn war schon vor einigen Jahren nach Europa ausgewandert und das Geld, mit dem er die Familie zu Hause unterstützen wollte, war noch nicht angekommen. Für Kwabena Krah war klar, dass sein Sohn ein Haus in Ghana bauen würde.
In dieser Arbeit wagen die Künstlerinnen, ausgehend von der Familiengeschichte der einen, eine Untersuchung. Sie zeichnen nicht nur die Steine, die Erde, den Lehm und die unfertigen Häuser nach, sondern auch die Perspektive einer Migrantin der zweiten Generation in der Diaspora, die von Wegen der Kommunikation und des Scheiterns erzählt, von Enteignung, von Land und dem Schmerz, über den niemand spricht. Auch erzählen sie von der Hoffnung auf Fortschritt und ein besseres Leben, von der intergenerationellen Rückkehr und schließlich vom Bau eines Zuhauses.
In Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung