Demokratie ist kein Selbstläufer – sie lebt von den Menschen, die sie verteidigen, stärken und mitgestalten. Doch in Zeiten von Populismus, Desinformation und wachsender gesellschaftlicher Polarisierung stellt sich mehr denn je die Frage: Was können wir tun, um Demokratie wehrhaft zu machen und zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern? Wie begegnen wir den Bedrohungen durch Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Antidemokratie? Wie können wir zivilgesellschaftliche Initiativen stärken und nachhaltige Strukturen aufbauen? Welche Rolle spielen Bildung, digitale Medien und kulturelle Projekte in diesem Prozess? Das Panel widmet sich der zentralen Rolle der Zivilgesellschaft im Kampf gegen extremistische Strömungen und für eine offene, solidarische Gesellschaft und eröffnet konkrete Ansätze und Beispiele aus der Praxis.
Lene Grösch studierte Dramaturgie an der HfMT „Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig, arbeitete parallel von 2006 bis 2009 als Vorstandsmitglied und Teil des künstlerischen Beirats am Lofft.Leipzig und leitete dort die Werkstattbühne. 2009 bis 2012 war sie als Dramaturgin am Theater Ingolstadt engagiert und wechselte 2013 an das Oldenburgische Staatstheater. 2010 initiierte Lene Grösch die Arbeitsgruppe „dg:möglichmacher“ der Dramaturgischen Gesellschaft (heute: dg:starter*innen), die auf praxisorientierter Netzwerkarbeit junger Dramaturg*innen basiert. Seit 2014 arbeitet sie in der Schauspieldramaturgie des Theaters und Orchesters Heidelberg, ist dort verantwortlich für internationale Kontakte und seit 2018 Geschäftsführende Dramaturgin im Schauspiel. Gemeinsam mit Holger Schultze leitet sie seit 2017 das iberoamerikanische Festivals ¡Adelante! Ab der Spielzeit 2025/26 wechselt Lene Grösch als Schauspieldirektorin ans Staatstheater Nürnberg.

© Melina Mörsdorf Photography
Heinrich Horwitz ist Regisseur*in, Choreograf*in und Schauspieler*in. Heinrich realisierte Produktionen in der freien Szene, Stadt – und Staatstheater, und in der Szene der Neuen Musik. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Tanz, Musik, Text und versuchen in neuen Ansätzen diese Strömungen in immer neuen Utopien zusammen zu bringen. Neben der Regie und Choreografie arbeitet Heinrich kontinuierlich auch als Schauspieler*in an Theater, der Oper, in Film und Fernsehen. Seit 2022/23 ist Heinrich als Dozent*in in der Regieabteilung der AdK Ludwigsburg tätig. Heinrich Horwitz ist neben 185+ Schauspieler*innen Mitunterzeichner*in des #ActOut Manifests und Aktivist*in.

© ISFBB e.V.
Birgit Mair wurde in Österreich geboren und ist Diplom-Sozialwirtin. Sie ist Mitbegründerin des Nürnberger Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. In ihren Publikationen befasst sie sich mit Holocaust-Überlebenden und extrem rechten Bewegungen. Sie hat mehrere Ausstellungen kuratiert, darunter die bundesweit beachtete Wanderausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“. Seit 2005 führte sie mehr als fünfhundert Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden durch und hält Aufklärungsvorträge gegen Neonazismus und Rassismus. Für ihr Engagement gegen Rechts erhielt sie 2022 die Karl-Bröger-Medaille.
Martina Mittenhuber ist Historikerin und seit 2009 Leiterin der Stabsstelle Menschenrechtsbüro & Gleichstellungsstelle der Stadt Nürnberg. Zu ihren Aufgabenbereichen gehören die Leitung der kommunalen Menschenrechtsstiftung oder der Nürnberger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur. Sie arbeitet zu den Themenbereichen Flucht, Asyl, Migration, Integration und nationale und internationale Vernetzung. Sie organisiert u. a. die Nürnberger Friedenstafel oder Nürnberger Wochen gegen Rassismus.
Arne Semsrott ist seit 2014 Projektleiter und Chefredakteur der Recherche- und Transparenzplattform FragDenStaat. Er ist Politikwissenschaftler und Journalist, verklagt regelmäßig Behörden auf Auskunft und veröffentlichte u.a. die NSU-Akten. Mit dem Freiheitsfonds (https://freiheitsfonds.de/) befreit er Menschen aus dem Gefängnis. 2024 veröffentlichte er das Buch „Machtübernahme“ (https://fragdenstaat.de/buch/).