< zurück zum
programm
17:00–18:30 Staatstheater Nürnberg/XRT
Essay Lecture

Über den rechten Kampf ums Geschlecht: Videobeispiele und die Geschichte des Begriffs „Frühsexualisierung“ zeigen, wie und warum der reaktionäre Kampf gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt geführt wird - im Netz, im Parlament, auf der Straße.
Von und mit Arne Vogelgesang

Das ist doch nicht normal!?

„Normale Männer“, „normale Frauen“, dazwischen und rundum das Nichts. Die Rücknahme politischer Fortschritte im Bereich geschlechtlicher Identitäten und vielfältiger Körperbilder ist in vollem Gange. Mit welcher Sprache, welchen affektiven Angeboten und welchen Selbstdarstellungen wird dieser rechte Kulturkampf gegen die Freiheit geführt? Dieser Vortrag geht dem anhand der Geschichte des Kampfbegriffs „Frühsexualisierung“ nach. Und er zeigt mit Videobeispielen von rechtem theatralischen Netzaktivismus, wie „Normalsein“ inszeniert und als politische Waffe eingesetzt wird – von entspannter Empörung auf YouTube bis zur Intervention bei Lesungen an Bibliotheken.

Mit dem Theaterlabel internil und unter eigenem Namen realisiert Arne Vogelgesang seit 2005 Kunstprojekte, die mit dokumentarischem Material, neuen Medien, Fiktion und Performance experimentieren. Ein inhaltlicher Schwerpunkt seiner Arbeit ist politische Propaganda im Internet, ein ästhetischer Schwerpunkt ist Menschendarstellung unter digitalen Bedingungen. Gegenwärtig ist er Doktorand für künstlerische Forschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit einem kannibalistischen VR-Projekt, das 2025 veröffentlicht werden wird. Mehr: http://vogelgesang.internil.net

 

< zurück
zum programm