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15:00–16:30 Staatstheater Nürnberg/Foyer 3. Etage
Autor*innengespräch

Was erwartet sich ein Publikum von einem Theaterabend – Bestätigung, Besänftigung, Aufrüttelung oder Aufruf zum Widerstand?
Ein Tischgespräch von und mit Konstantin Küspert und Anna-Katharina Müller (Suhrkamp Theater Verlag)

Wo sind die Räuberbanden der Gegenwart?

Ausgehend von Konstantin Küsperts neuestem Theaterstück „das störschwein oder the pig escape“, einem Auftragswerk für das ETA Hoffmann Theater Bamberg, fragen wir nach der Korrektivfunktion des Theaters in unserer Gegenwart. In Zeiten gesellschaftlicher und politischer Zäsuren und Umbrüche, in denen rechtspopulistische Parteien immer mehr Zulauf gewinnen, wollen wir uns mit Irritationen im System und mit der Funktion des Theaters für eine lebendige Zivilgesellschaft beschäftigen. Was erwartet sich ein Publikum von einem Theaterabend – Bestätigung, Besänftigung, Aufrüttelung oder Aufruf zum Widerstand? Anders gefragt: Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken?

In Kooperation mit dem Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage.

© Max Zerrahn

Konstantin Küspert, 1982 in Regensburg geboren, ist Autor (u.a. in Ko-Autorenschaft mit seiner Frau Annalena Küspert), Übersetzer und Dramaturg. Studierte Germanistik, Politik und Philosophie, anschließend Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Als Schauspieldramaturg am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Schauspiel Frankfurt realisierte er u.a. mit Jan-Christoph Gockel Stückentwicklungen zu Themen wie NSU und moderner Sklaverei. „europa verteidigen“ erhielt 2017 bei den Mülheimer Theatertagen den Publikumspreis. Bis 2024 war er Dramaturg am Staatstheater Nürnberg. Er engagiert sich u.a. hier: PEN Zentrum Deutschland, PEN Berlin, Verband der Theaterautor:innen, Theaterautor:innen-Netzwerk.

© Lea Hopp

Anna-Katharina Müller, aufgewachsen in Magdeburg. Sie studierte an der Southeast Missouri State University (USA), Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und im Master Dramaturgie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Bis 2019 war sie Dramaturgin am Schauspiel Hannover unter der Intendanz von Lars-Ole Walburg und mit Alexander Eisenach künstlerische Leiterin der Spielstätte Cumberland. Im Anschluss wurde sie Dramaturgin beim Theatertreffen der Berliner Festspiele und verantwortete das Diskurs-Programm. Bis 2022 leitete sie den Stückemarkt. Freie Arbeiten als Dramaturgin u. a. für das Athens & Epidaurus Festival. Seit 2023 ist sie Lektorin im Suhrkamp Theater Verlag. 2023 war sie Mitglied der Jury für den Theaterpreis des Bundes.

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