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15:00–16:30 Staatstheater Nürnberg/XRT
Workshop

Wie können wir die Perspektive von Betroffenen rassistischer Gewalt verstehen? Was bedeutet der „zweite Anschlag“? Der Workshop beleuchtet, wie solidarische Allianzen Betroffene stärken können. Mit Ibrahim Arslan.

Der zweite Anschlag. Antirassismus-Empowerment aus Perspektive von Betroffenen

Der Workshop „Der zweite Anschlag“ untersucht die Kontinuität rassistischer Gewalt in Deutschland und rückt die Perspektive von Betroffenen ins Zentrum. Ibrahim Arslan, Überlebender der Brandanschläge von Mölln 1992, gibt Einblicke in die Wirkungsweise von Rassismus und dessen gesellschaftliche Folgen. Zentral ist die Frage, welche Rolle das Schweigen nach rassistischen Taten – der sogenannte „zweite Anschlag“ – spielt und wie sich solidarische Allianzen schaffen lassen. Der Workshop lädt dazu ein, zuzuhören, zu handeln und Betroffene nachhaltig zu unterstützen.

Ibrahim Arslan überlebte die rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992, bei denen seine Großmutter, Schwester und Cousine ums Leben kamen. Als Politischer Bildner engagiert er sich gegen Rassismus, insbesondere in Schulen und auf Konferenzen. Mit der „Möllner Rede im Exil“ schuf er eine neue Gedenkkultur, die Betroffene ins Zentrum rückt. Für sein Engagement wurde er u. a. mit dem Menschenrechtspreis der Stiftung „Pro Asyl“ und dem Sonderpreis des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ ausgezeichnet.

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