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15:00–16:30 Staatstheater Nürnberg/Probebühne 05
Workshop

Warum erscheint in Krisenzeiten vielen eine autoritäre Herrschaft als attraktive Lösung? Eine Spurensuche in einer Art Gruppenexperiment nach dem „Faschisten in mir“ (Anselm Kiefer). Von und mit LIGNA

Zorn und Rausch. Studien zum Autoritären Charakter

Welchen Lustgewinn beschert es, sich zu unterwerfen? Was fasziniert junge Menschen an der faschistischen Subjektivität, die in der Unterwerfung Einheit Stärke und Reinheit verspricht und die Welt in Freund und Feind ordnet? LIGNA geht in diesem Workshop den Möglichkeiten des Theaters nach, die körperliche Praxis des Faschismus in Erfahrung zu bringen. Dafür spielen die Teilnehmenden einigen Szenen aus dem Stück „Rausch und Zorn“ durch, in dem LIGNA nach Maßgaben des Brechtschen Lehrstücks die Genese des europäischen Faschismus untersucht hat.

© Jörg Baumann

LIGNA besteht aus den Medien- und Performance-Künstlern Ole Frahm, Michael Hueners und Torsten Michaelsen. Sie haben das Radioballett entwickelt, das in ehemals öffentlichen, inzwischen privatisierten und kontrollierten Orten Shopping Malls, neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Das Publikum wird dabei zu einem Kollektiv von Produzent*innen. Sie befragen Machtverhältnisse in der Stadt wie im Theater. Sie sind mit dem George Tabori-Preis und zweimal mit dem ICAR für die beste Performance in Bulgarien ausgezeichnet worden.

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